Benin: Neue Grundschule für Agadjaligbo

Gemeinsam für Bildung und bessere Zukunftsperspektiven

Gemeinschaftliches Engagement als Erfolgsfaktor

Mit dem Neubau einer Grundschule in Agadjaligbo im westafrikanischen Benin setzt die Block Stiftung ihr Engagement für bessere Bildungschancen in Afrika konsequent fort. Gemeinsam mit dem Verein Ossara e.V. und der lokalen Partnerorganisation HUENUSU konnte ein modernes Schulgebäude errichtet werden, das heute mehr als 300 Kindern einen sicheren und würdigen Lernort bietet. Das Projekt wurde durch die Peter Krämer Stiftung sowie die Deutsche Botschaft in Cotonou unterstützt und im Frühjahr erfolgreich abgeschlossen.

Die Region und ihre Herausforderungen

Agadjaligbo liegt im Bezirk Tanwé-Hessou der Gemeinde Zogbodomè, rund 145 Kilometer von der Hafenstadt Cotonou entfernt. Die etwa 2.600 Einwohner leben überwiegend von der Subsistenzlandwirtschaft. Die Region ist durch eine schwach ausgebaute Infrastruktur, eingeschränkten Zugang zu Strom sowie mangelnde sanitäre Einrichtungen geprägt. Wie in vielen ländlichen Gebieten Benins erschweren diese Bedingungen den Zugang zu guter Bildung und langfristigen Entwicklungsperspektiven.

Nachdem die bestehenden Gebäude im Laufe der Jahre zunehmend verfielen, mussten die Kinder seit 2016 unter provisorischen Bedingungen lernen. In einfachen Holzunterständen oder sogar im Freien. Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler waren von dieser Situation betroffen.

Der Neubau der Grundschule

Um die Lernbedingungen nachhaltig zu verbessern, entstand eine neue Schulanlage mit drei modernen Klassenräumen sowie einem Büro- und Lagerraum für die Lehrkräfte. Ergänzt wird der Neubau durch einen barrierefreien Sanitärblock mit vier Toilettenkabinen. Darüber hinaus wurden sämtliche Klassenräume mit neuen Schulmöbeln ausgestattet und damit eine zeitgemäße Lernumgebung geschaffen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Installation einer Solaranlage. Sie sorgt für eine zuverlässige Stromversorgung der Schule und schafft zusätzliche Möglichkeiten für den Unterricht und den Schulbetrieb.

Gemeinschaftliches Engagement

Das Bauprojekt konnte nur durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgreich umgesetzt werden. Die Dorfgemeinschaft stellte das Grundstück für den Schulneubau zur Verfügung und unterstützte die Bauarbeiten mit Wasser, Kies, Unterkünften und Verpflegung für die Bauarbeiter sowie zahlreichen Eigenleistungen. 

Dieses gemeinsame Engagement trug entscheidend zum Gelingen des Projekts bei und stärkte zugleich die Menschen vor Ort mit ihrer neuen Schule.

Herausforderungen beim Bau

Der Baubeginn erfolgte im Oktober 2025. Die Umsetzung stellte alle Beteiligten vor erhebliche logistische und technische Herausforderungen. Die abgelegene Lage des Dorfes, die Regenzeiten sowie schwierige Bodenverhältnisse mit aufquellendem Untergrund machten angepasste Bauverfahren erforderlich.

Durch spezielle verstärkte Fundamente konnte die langfristige Stabilität der Gebäude sichergestellt werden. 

 

Budget und nachhaltige Wirkung

Die neue Grundschule wurde mit einem Gesamtvolumen von rund 51.625 Euro durch die Stiftung Block, die Peter Krämer Stiftung sowie die Deutsche Botschaft in Cotonou finanziert. Während die Deutsche Botschaft insbesondere die Ausstattung mit Sanitäranlagen, Schulmöbeln und Solaranlage unterstützte, leisteten die weiteren Projektpartner einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung des gesamten Bauvorhabens.

Seit der Fertigstellung profitieren rund 317 Schülerinnen und Schüler von sicheren Klassenräumen, verbesserten hygienischen Bedingungen und einer modernen Lernumgebung. Gleichzeitig erhalten die Lehrkräfte deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Mit der neuen Schule wurde nicht nur die Bildungsinfrastruktur in Agadjaligbo nachhaltig gestärkt, sondern auch ein wichtiger Grundstein für die langfristige Entwicklung der gesamten Region gelegt.

Im April 2026 besuchten Philipp Block und Maximilian Hille das Projekt persönlich. Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen, Vertretern der Gemeinde und zahlreichen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern wurde die neue Schule feierlich eröffnet. Das Projekt steht beispielhaft für die erfolgreiche Zusammenarbeit internationaler und lokaler Partner und zeigt, wie gezielte Investitionen in Bildung nachhaltige Perspektiven für kommende Generationen schaffen können.