Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit und echte Bildungsgerechtigkeit
Zwei Hamburger Stiftungen initiieren Schulbau in Ghana
Die Stiftung Block und die Peter Krämer Stiftung haben gemeinsam ein ambitioniertes Schulbauprojekt im ghanaischen Mantukwa initiiert und erfolgreich realisiert. Das Vorhaben, das sie Ende 2022 eigenständig ins Leben gerufen haben, wurde nicht einfach als klassische Förderung abgewickelt – es wurde von Beginn an inhaltlich wie organisatorisch maßgeblich durch die beiden Hamburger Stiftungen geplant, gesteuert und begleitet.
„Unser Ziel war es, den Kindern in Mantukwa eine echte Perspektive zu eröffnen, unabhängig vom Einkommen der Eltern oder der Entfernung zur nächsten Schule“, betont Philipp Block, Stiftungsratsmitglied und Sohn des Stifters Eugen Block.
Die Region und ihre Schwierigkeiten
Mantukwa ist eine kleine Stadt mit etwa 15.000 Bewohnern, gelegen in der westlichen Bono-Region Ghanas und etwa 10 Kilometer entfernt von der Regionalhauptstadt Sunyani. Die Bevölkerung verdient ihren Lebensunterhalt vor allem durch Kleinhandel und landwirtschaftliche Selbstversorgung. Für die Kinder der Stadt ist der Zugang zu Bildung schwierig, da sie häufig nach Sunyani pendeln müssen, um angemessene Schulen zu besuchen. Die Schulen in Mantukwa erfüllen viele Mindeststandards noch nicht: Viele Gebäude sind in einem schlechten Zustand, es fehlt an grundlegender Infrastruktur wie sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen und Schulmöbeln, um einen ordentlichen Unterricht zu gewährleisten.
Die wichtige Rolle der Grundschule in Mantukwa
Um die schwierige Schulsituation zu verbessern, wurde auf dem Gelände der Diözese Sunyani ein Grundschulgebäude errichtet. Im April 2025 wurde die Schule feierlich eröffnet. Sie bietet Platz für insgesamt 260 Schüler in sechs Klassen.
Allen schulpflichtigen Kindern in der Region wird hier Zugang zu besserer Bildung ermöglicht. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Mädchenbildung und dem Bildungszugang für Kinder aus einkommensschwachen Familien. Langfristig trägt das Projekt sowohl zur Verbesserung des Bildungsstandards als auch zur Verringerung von wasser- und hygienebedingten Krankheiten bei.


Verlässliche Partner vor Ort – gezielte Verantwortung
Bewusst haben die beiden Stiftungen sich gegen den einfachen Weg entschieden, eine bestehende Institution zu unterstützen. Stattdessen wurden Ort, Betreiber und Umsetzungspartner gezielt ausgewählt, um das Projekt nachhaltig in der Region zu verankern. Mit der Diözese Sunyani unter der Leitung von Bischof Matthew Kwasi Gyamfi sowie einem örtlichen Schwesternorden wurden kompetente und engagierte Partner für den dauerhaften Betrieb der Schule gewonnen.
Für die Umsetzung vor Ort wurde die renommierte Sozialunternehmerin Bettina Manu-Landgrafe mit ihrer Organisation Madamfo Ghana Foundation beauftragt. Sie verantwortete gemeinsam mit ihrem Team die Koordination aller Baumaßnahmen, vom Fundament bis zur Wasser- und Sanitärversorgung und arbeitete dabei eng mit beiden Stiftungen zusammen.
Gründliche Vorbereitung für maximale Wirkung
„Es ist leicht, eine internationale Institution auszuwählen, eine Überweisung zu tätigen und ein Projekt aus der Ferne zu fördern“, sagt Maximilian Hille, Geschäftsführer der Stiftung Block. „Doch wir wollten mehr: Wir wollten sicherstellen, dass das Projekt langfristig trägt, direkt wirkt und genau dort ankommt, wo es gebraucht wird.“
Im Rahmen zahlreicher Gespräche mit lokalen Bauunternehmen, Betreiberorganisationen und Fachleuten sowie auf Basis intensiver Prüfungen von Architektenplänen wurde das Schulprojekt Schritt für Schritt konkretisiert. Ziel war es, mit größtmöglichem sozialem und strukturellem Impact ein Bildungsangebot für die Region zu schaffen.

Budget und Signalwirkung
Mit einem Gesamtvolumen von rund 140.000 Euro entstand auf dem Gelände der Diözese Sunyani in nur 13 Monaten ein voll ausgestatteter Grundschulkomplex mit sechs Klassenräumen, Bibliothek, Lehrerzimmer, Lagerraum, modernen Sanitäranlagen und einer mechanisierten Wasserversorgung.
Die Schule ermöglichte ab April 2025, rund 260 Kindern aus der Region erstmals den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung – darunter viele, die zuvor keinen oder nur erschwerten Zugang zum Unterricht hatten.
Wir danken der “Peter Krämer Stiftung” für die großartige Zusammenarbeit und dem “Verein Madamfo Ghana Foundation” für die engagierte Umsetzung des Projekts.
