Uganda: Mit Wildbienen raus aus der Armut.

Nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe in Uganda

Summende Hoffnung: Wie nachhaltige Imkerei Familien in Ost-Uganda stärkt

Die Stiftung Block unterstützte das Projekt „Mit Wildbienen raus aus der Armut“ in Ost-Uganda. Gemeinsam mit der deutschen Ordensschwester Elisabeth Mwaka und ihrem Verein Freundeskreis christliche Sozialarbeit in Uganda e. V. werden Familien dabei unterstützt, sich durch nachhaltige Imkerei eine eigene Existenz aufzubauen und ihre Lebensbedingungen langfristig zu verbessern.

Uganda zählt trotz seiner reichen Natur zu den ärmsten Ländern Afrikas. Besonders in ländlichen Regionen fehlen Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten. Viele Familien leben unter schwierigen Bedingungen und sind auf neue Einkommensquellen angewiesen. Genau hier setzt das Projekt an: Es schafft Perspektiven durch Hilfe zur Selbsthilfe.

500 Bienenstöcke für eine bessere Zukunft

In der Region Butiru wurden Menschen für die Imkerei ausgebildet und mit dem notwendigen Wissen sowie moderner Ausstattung versorgt. Heute bewirtschaften lokale Gemeinschaften mehrere Honigfarmen mit insgesamt über 500 Bienenstöcken. Organisiert in Selbsthilfegruppen übernehmen sie gemeinsam Verantwortung für Pflege, Honigernte und Vermarktung. Die Imkerei ermöglicht den Familien ein zusätzliches Einkommen und verbessert gleichzeitig die landwirtschaftlichen Erträge durch die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen. So profitieren nicht nur die beteiligten Menschen, sondern auch die Umwelt und die biologische Vielfalt der Region.

Frauen stärken ihre Gemeinden

Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Stärkung von Frauen. Bereits seit vielen Jahren organisiert Schwester Elisabeth Selbsthilfegruppen, in denen Wissen zu Landwirtschaft, Gesundheit, Familienplanung und Mikrofinanzierung vermittelt wird. Die Frauen sind wichtige Impulsgeberinnen und tragen entscheidend dazu bei, dass die Imkerei in ihren Dörfern erfolgreich aufgebaut werden konnte.

Dank einer Förderung der Stiftung Block in Höhe von 10.000 Euro konnte im Sommer 2024 eine weitere Honigfarm in Bukokho aufgebaut werden. Gemeinsam mit den Mitgliedern der neu gegründeten Block-Honeyfarm wurde zunächst ein Grundstück erworben, auf dem ein Honighaus entstand. Dieses dient der Verarbeitung und Lagerung des Honigs sowie der sicheren Aufbewahrung der benötigten Arbeitsgeräte.

Wissen und Ausstattung für eine erfolgreiche Imkerei

Mit den Fördermitteln wurden außerdem 50 moderne Bienenkästen angeschafft, die den Namen Eugen Block tragen, sowie zwei weitere Bienenkästen, die durch eine zusätzliche Spende ermöglicht wurden. Ergänzt wurde die Ausstattung durch Schutzkleidung, eine Honigschleuder, eine Honigpresse und weitere wichtige Arbeitsgeräte.

Ebenso wichtig wie die Ausstattung war die Qualifizierung der Projektteilnehmer. In einem mehrtägigen Workshop erhielten die Mitglieder der Honigfarm eine umfassende Ausbildung in moderner Imkerei. Erfahrene Fachleute vermittelten ihnen das notwendige Wissen für die Pflege der Bienenvölker, die Honigernte und die Vermarktung ihrer Produkte. Nach erfolgreichem Abschluss erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat.

Ein Projekt mit langfristiger Wirkung

Die ersten Schritte der neuen Honigfarm zeigen bereits, wie wirkungsvoll nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit sein kann. Die Menschen vor Ort verfügen nun über das Wissen und die notwendigen Voraussetzungen, um dauerhaft Einkommen zu erwirtschaften und ihre Familien aus eigener Kraft zu versorgen.

Engagement, das Zukunft ermöglicht

Mit ihrer Förderung leistet die Stiftung Block einen wichtigen Beitrag dazu, nachhaltige Einkommensmöglichkeiten zu schaffen und Menschen langfristig aus der Armut zu führen. 

Das Projekt verbindet wirtschaftliche Entwicklung mit Umwelt- und Naturschutz und zeigt eindrucksvoll, wie Hilfe zur Selbsthilfe neue Zukunftsperspektiven eröffnet.